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Ein Mord, drei Fremde und eine U-Bahn, die niemals anhält. Die Demo von The Next Stop – vom Indie-Entwickler Paranoid Delusion – mischt Visual-Novel-Erzählweise mit Point-and-Click-Mechaniken. Statt klaren Antworten erwarten den Spieler rätselhafte Mitreisende, ein dauergrinsender Psychologe und ein Ouija-Board.


Gameplay & Progression

Das Spiel folgt klassischen Point&Click-Strukturen: Das Erkunden verschiedener Waggons, Objekte genauer untersuchen, kleine Rätsel lösen. Dadurch finden wir einzelne Fragmente eines größeren Ganzen – Codes, Wörter, Symbole – die uns Stück für Stück weiterbringen. Die Progression entsteht dabei weniger durch klare Antworten als durch immer neue Fragen, die Dialoge und Funde aufwerfen. Jeder Schritt vertieft das Gefühl einer Abwärtsspirale, deren einziger Ausweg im Erinnern und im Akzeptieren der unausweichlichen Wahrheit liegt.


Komfort & Optionen

Die Demo zeigt sich schlank, aber funktional: Standard-Optionen, wie Lautstärke, Auflösung und UI-Sprache. Das Game punktet mit einer simplen Steuerung, dazu solide Performance auch ohne High-End-Hardware. Komfort-Features wie deutsche Sprachunterstützung, oder Accessibility-Einstellungen fehlen bislang – hier könnte die Vollversion noch nachlegen.


Technik & Atmosphäre

Die Optik setzt auf klare Kontraste: bunt genug, um sofort ins Auge zu stechen, aber immer mit diesem Unterton von „hier stimmt was nicht“. UI und Texte sind sauber lesbar, nie im Weg – fast so, als hätte der Zug selbst beschlossen, dass Ablenkung verboten ist. Die Musik läuft konstant, aber statt zu nerven, gräbt sie sich wie ein leiser Tinnitus in den Kopf. Ein paar gezielte Soundeffekte – Klopfen am Fenster, ein verzerrtes Lachen – machen schnell klar, dass man hier nicht willkommen ist. Technisch lief alles rund: keine Bugs, keine Crashes, keine Ausreden. Die zuvor erwähnte, reduzierte Oberfläche zum Konzept: Nichts lenkt von der U-Bahn und seiner beklemmenden Atmosphäre ab.


Studio & Zukunftspläne

Das Spiel befindet sich noch in Entwicklung, zeigt sich in der aktuell spielbaren Version von seiner besten Seite. Die drei, in der Demo vorgestellten Personen: Ray, Kane und Phoebe, wecken den Hunger, auch die anderen fünf Fahrgäste kennenzulernen, die in der Vollversion zum Rätseln beitragen. Im Moment ist die Demo nicht zum Download auf Steam verfügbar – eine Anfrage an Paranoid Delusion ist aber schon raus und wir informieren euch, sobald wir mehr wissen.
Bis dahin bleibt nur die Frage offen: Wer wartet noch im nächsten Waggon?


Pro & Contra

Pro:

  • Atmosphäre, inkl. Optik & Musik
  • stimmige, gut formulierte Dialoge
  • Verspielte Ausreißer wie die zurückredenden Poster, die das vierte Wandgefühl brechen, ohne die Immersion zu zerstören
  • Charakterdesign

Contra:

  • (Noch) keine Barrierefreiheit, wie Farbblind-Modi

Fazit

The Next Stop ist ein narrativer Horror-Trip für alle, die statt Jumpscares lieber Rätsel, Atmosphäre und psychologische Schlingen genießen. Die Demo zeigt schon, wie stimmig Dialoge, Optik und Sound zusammenspielen – und wie sehr kleine Brüche wie sprechende Poster das Erlebnis bereichern. Für Fans von düsteren Visual Novels und Point&Click-Adventures ist diese U-Bahn definitiv einen Fahrschein wert.

🟢 NB-SideQuest Approved

🛒Steampage

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