Stellt euch vor, ihr steigt in einen rostigen Frachtaufzug – und wisst, dass es 21.500 Meter abwärts geht. Black Vein, das neue Horror-Miniaturprojekt von Sodium Cyanide, schickt uns in genau so eine klaustrophobische Albtraumfahrt. Minimalistisch, dreckig, PSX-Retro – und verdammt effektiv.
Wir landen auf dem Planeten Helion, schnappen uns unseren Container mit fragwürdigem Frachtgut und steuern einen Lastenaufzug ins Erdinnere. Klingt simpel, aber schon nach wenigen Minuten sitzt man wie festgetackert im Stuhl. Mit nur ein paar Tools balancieren wir Energieverbrauch, Entities und Aufzugsbewegung. Und wenn die Biester zufällig gleich dreimal in Folge spawnen, bleibt nur schwitziges Ressourcenmanagement – oder ein schneller Tod.
Black Vein lebt nicht von Action, sondern von Atmosphäre. Dunkelheit, Störungen im Funk, flackernde Monitore – ein klares „Iron Lung“-Feeling. Das Spiel zwingt euch in einen Loop, in dem ihr Tools taktisch einsetzen müsst. Dazu zwei mögliche Endings – allerdings ohne Untertitel, was die finale Story schwer verständlich macht. Da geht Potenzial verloren, ein Subtitles-Update wäre Gold wert.
💚Die Quest werdet ihr annehmen, wenn…
- ihr PSX-Horror mit minimalistischer Grafik liebt.
- ihr Atmosphäre und Spannung wichtiger findet als Jumpscares.
- ihr Lust auf ein kurzes, intensives Indie-Experiment habt.
⭕Die Quest skippt ihr, wenn…
- ihr komplexes Gameplay oder lange Spielzeit erwartet.
- euch fehlende Untertitel und kleine Bugs sofort nerven.
- Retro-Pixelgrafik für euch mehr Brechreiz als Nostalgie bedeutet.
Dev-Note:
Entwickler Sodium Cyanide liefert Black Vein komplett kostenlos auf Itch.io. Ein rohes Projekt, offen für Feedback und sicher mit Raum für Updates.
Fazit:
Black Vein ist kein poliertes AAA-Werk, sondern ein kleiner, rostiger Abstieg voller Atmosphäre. Wer die Nerven für 30 Minuten klaustrophobischen Sci-Fi-Horror hat, bekommt hier ein Erlebnis, das stärker im Kopf hängen bleibt, als so mancher teurer Titel.
NB-Stempel: 🟢 Approved

Schreibe einen Kommentar